Die Geschichte der digitalen Fotografie


Fotografien sind für viele Menschen weitaus mehr, als bloße Bilder. Vielmehr sind Fotos wertvolle Momentaufnahmen und spiegeln unsere Gefühle wieder. Auf Fotografien halten wir Personen fest, die uns nahe stehen, schöne Momente, besondere Anlässe und wichtige Ereignisse. Mit Hilfe von Fotografien können wir uns die Erinnerungen an den lustigen Betriebsausflug, den schönen Sommerurlaub oder an Omas Geburtstagsfeier jederzeit ins Gedächtnis zurückrufen.

Das digitale Zeitalter

Früher waren Fotografien teuer und galten als kostbare Raritäten. Längst nicht jeder konnte sich ein eigenes Aufnahmegerät leisten. Im Zeitalter der digitalen Fotografie ist dies anderes. Digitalkameras sind in der heutigen Zeit schon zu günstigen Preisen zu haben. Mit ihnen können wir immer und überall Fotografien aufnehmen und diese sogar sofort ansehen. Doch wie kam es zu dieser Entwicklung?

Ihren Anfang nahm die Geschichte der digitalen Fotografie in den 1960er Jahren. Im Jahr 1963 wird an der Stanford University (USA) die Videodisk-Kamera erfunden. Sie gilt als die weltweit erste Kamera, auf der optische Bilder in digitaler Form gespeichert werden können. Rund sechs Jahre später erfanden Willard Boyle und George Smith einen lichtempfindlichen Chip, auf dem Daten gespeichert werden können. Dieser CCD-Chip legte aufgrund seiner Eigenschaft als Speichermedium den Grundstein für die digitale Fotografie.

Die erste Digitalkamera

Im Jahr 1975 wurde die erste Digitalkamera gebaut. Konstruiert wurde die Kamera von Kodak. Sie benötigte 23 Sekunden, um ein Bild auf eine digitale Kassette zu übertragen – eine völlig neuartige Technologie. Digitalkameras projizieren das aufgenommene Bild nicht auf eine Filmrolle, sondern mit einem elektronischen Bildwandler auf ein digitales Speichermedium. Der Prozess der Aufnahme eines Bildes basiert bei Digitalkameras auf der Videotechnik. In den 1980er Jahren konnten sich Digitalkameras langsam im Bereich der professionellen Fotografie etablieren. In der Mode-, Studio- und Werbefotografie fanden sie zunehmenden Einsatz. Erst ab Mitte der 1990er Jahre verwendeten auch immer mehr Journalisten digitale Kameras für ihre Reportagen und Artikel.

Die Digitalkamera erobert die Welt

Ab Ende der 1990er Jahre setzte sich die digitale Fotografie auch zunehmend im Bereich der Amateurfotografie durch. Doch die Geräte waren noch bis spät in die 90er Jahre relativ teuer, weshalb sich zunächst nur wenige nicht professionelle Fotografen eine Digitalkamera kaufen konnten. Seit Beginn des neuen Jahrtausends konnte die Digitalkamera jedoch in immer größerem Maße auf dem Markt für Heimanwender Fuß fassen. Viele deutsche Verbraucher nutzen heutzutage die Vorteile der digitalen Fotografie. Gute Kameras sind heute finanziell erschwinglich. Direkt nach dem Aufnehmen können die Bilder über das Display der Kamera begutachtet und bei Nicht-gefallen sofort wieder gelöscht werden.



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